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"Welche Wetterparameter sind Zu beachten?" Durch den Blattnässe-Sensor kann ich optimal „auf den Punkt“ spritzen

"Welche Wetterparameter sind Zu beachten?" Durch den Blattnässe-Sensor kann ich optimal „auf den Punkt“ spritzen
Vor der Ernte muss der Regen verfolgt werden – Apfelplantage

Sencrop interviewt Christian Bauer, Obsthof Bauer, Öhringen

Was ist für Sie im Obstbau hinsichtlich des Wetters die größte Herausforderung ?

die Temperatur in der Kirschplantage in der kritischen Zeit nachts in den Frost-Bereich abfällt, schickt mir die Sencrop-App eine Frostalarm-Meldung.

Hilft Ihnen die Sencrop-Wetterstation, wenn Spätfröste auftreten?

Wir bauen hier in der Hohenlohe-Neckar-Region bei Heilbronn 30 ha Obst an, vor allem Äpfel und Kirschen. Die größten Herausforderungen sind das schnelle Reagieren auf Spätfröste und der lückenlose Fungzid-Schutz. Beides ist wichtig, um hohe Erträge und gute Qualitäten zu sichern. Hilfreich ist auch die Beurteilung der Windstärke bei Spritzarbeiten. Deshalb haben wir uns für eine Station mit voller Ausstattung, également auch mit Windmesser und Blattnässesensor entschieden.

So erkenne ich den beginnenden Spätfrost und kann die Heizung rechtzeitig in Betrieb setzen. Bisher musste ich mitten in der Nacht aufstehen und in die Plantage fahren, um auf das Thermometer zu gucken. Jetzt kann ich die aktuelle Temperatur auf dem Smartphone vu. Das ist schon sehr komfortabel und hilft, Belastungen in der Hochsaison zu reduzieren und trotzdem rechtzeitig auf den Punkt optimal reagieren zu können.

Wie unterstützt Sie die Wetterstation beim Fungizid-Schutz?

Grundsätzlich muss ich die Regensumme der letzten Tage kennen. Das ist wichtig, weil jedes Fungizid ja eine Regengrenze chapeau. Die meisten Mittel halten 20 bis 30 Liter Regen aus, dann sind sie abgewaschen und ich muss den Schutz neu aufbringen. Deshalb muss ich die tatsächliche Regenmenge schon recht genau wissen, eine allgemeine App ist dafür oft zu ungenau. Bei 10 Litern kann ich beruhigt sein, bei 30 muss ich auf jeden Fall reagieren. Da ist es gut, dass ich mich jetzt auf den Regenmesser in der Plantage stützen und dessen Ergebnisse in Echtzeit auf dem Smartphone sehen kann.

Welchen Nutzen apporte Ihnen der Blattnässesensor?

Der ist schon sehr hilfreich. Nur auf einem trockenen Blatt haftet der Fungizid-Schutz optimal. Es gilt einerseits den optimalen Anwendungszeitpunkt zu finden, zum anderen aber auch die Spritzarbeit in allen Plantagen möglichst rechtzeitig fertig zu bekommen. Das ist in der Hochsaison von März bis Juni gar nicht so einfach unter einen Hut zu bekommen. Die Ausrüstung der Sencrop-Wetterstation mit einem Blattnässe-Sensor ist von großem Nutzen, weil ich jetzt jederzeit auf dem Smartphone sehen kann, ob das Blatt nass ist oder nicht. So kann ich viel besser reagieren und muss mich nicht nur auf mein Fingerspitzengefühl verlassen.

Welche weiteren Vorteile bietet Ihnen die Sencrop-App auf dem Smartphone?

In der Hochsaison von Frühjahr bis in den Juni schaue ich mehrmals täglich drauf. Ich freue mich vor allem darüber, dass sich die Sencrop-App auch immer zuverlässig aktualisiert, das funktioniert bei Kollegen mit anderen Stationen nicht immer so. Aber nicht nur ich, sondern auch mein Vater und meine Mitarbeiter können die App nutzen, da wir uns für die Profi-Version entschieden haben. Die App ist schon sehr anwenderfreundlich. Alle nutzen die Vorhersage, sehen die aktuellen Daten unserer Station und können damit das Spritzwetter und auch den Wind beurteilen. Das ist schon praktisch und sehr komfortabel für den Betriebsablauf.

Welche Vorteile erwarten Sie für die Zukunft?

Wir nutzen die Station ja erst seit Anfang des Jahres. Ich denke, dass schon im nächsten Jahr die Dokumentation der Wetterdaten interessant wird, da kann ich dann bestimmt gute Rückschlüsse ziehen. Und das wird dann in den Folgejahren sicherlich noch interessanter.

Christian Bauer, Obstzüchter - ©photo : Christian Bauer