Kundeninterview : "Ich vertraue den Daten von Sencrop."
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Kundeninterview : Jan-Jost Meier – Kartoffelbauer aus Hollenstedt
Welche Herausforderungen stellen sich Ihnen in der Bewirtschaftung Ihres Betriebs?
Meier: Das größte Problem sind die kleinteiligen Wettergrenzen. Im Nachbarort, nur zehn Kilometer Luftlinie entfernt, kann doppelt so viel Regen wie bei uns fallen. Allgemeine Wetterprognosen helfen da nicht weiter. Zudem nehmen Wetterextreme zu: Mal haben wir 30 Grad, dann kommt plötzlich Starkregen. Gerade auf unseren sandigen Böden, wo wir viel beregnen müssen, sind präzise Wetterdaten essenziell, um unsere Betriebsabläufe optimal zu steuern. Dank der Sencrop-Wetterstation und dem Netzwerk mit unserem Nachbarbetrieb erhalten wir standortgenaue Daten.
Wie integrieren Sie Sencrop in Ihren täglichen Arbeitsablauf?
Meier: Ich nutze die App täglich mehrmals, vor allem das Dashboard und die Wettermodelle. Früher musste ich alle paar Stunden verschiedene Wetter-Apps checken – jetzt genügt ein Blick.
Welche Rolle spielt die Sencrop-App beim Pflanzenschutz?
Meier: Besonders im Kartoffelanbau ist sie das entscheidende Tool. Bei Krautfäule müssen wir alle fünf bis sieben Tage Pflanzenschutzmittel ausbringen. Das Problem ist der Wind – die zeitlichen Spritzfenster sind klein. Oft bleibt nur eine kurze windarme Phase in der Nacht oder am frühen Morgen. Die Spritzempfehlungs-Funktion in der Sencrop-App zeigt mir genau, wann der richtige Zeitpunkt ist. Früher habe ich nur auf Temperatur und Wind geschaut, doch auch die Luftfeuchtigkeit spielt eine Rolle. Durch Sencrop beziehe ich sie nun in meine Entscheidungen ein.
Warum ist der Taupunkt für Sie ein wichtiger Wert?
Meier: Viele Wetter-Apps bieten keine Information zum Taupunkt – dabei ist er für uns durchaus wichtig. Wenn sich Tau auf den Pflanzen bildet, kann dies die Wirkung von Pflanzenschutzmitteln beeinträchtigen. Früher haben wir das oft nur durch Erfahrung eingeschätzt, aber mit der Sencrop-App sehe ich präzise, wann ich das Spritzen stoppen muss. So verhindere ich Wirkungsverluste und unnötige Fahrten.
Welche Funktionen der Sencrop-App schätzen Sie besonders?
Meier: Neben den Spritzbedingungen finde ich die Möglichkeit, eigene Flächen anzulegen und den kumulierten Regen über die Saison zu messen, sehr wertvoll. So kann ich über Jahre hinweg verfolgen, wie sich die Niederschläge entwickeln, und meine Bewirtschaftungsstrategie entsprechend anpassen. Auch die Kombination aus mehreren Wetterstationen im Netzwerk mit dem Nachbarbetrieb ist ein großer Vorteil, weil wir so unsere Datenbasis erweitern können.
Haben Sie Wünsche oder Verbesserungsvorschläge für Sencrop?
Meier: Die App ist super aufgebaut. Eine kombinierte Wetterstation, die mehrere Parameter gleichzeitig misst, wäre eine spannende Erweiterung.
Das Sencrop-Team
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